Informationen Istrien: Ortsbeschreibung Rovinj
ROVINJ, Stadt mit Yachthafen an der Westküste
Istriens, 36 km westlich von Pula; 12910 Einw. Äußerst
günstige geographische Lage: das Hinterland Südistriens
ist relativ flach; vor der Küste liegen zahlreiche kleine Inseln
und fischreiche Untiefen. Der Stadtkern entstand auf einer Halbinsel,
die vormals eine Insel unweit der Küste war und im 18. Jh. durch
Aufschüttung mit dem Festland verbunden wurde. Mediterranes Klima:
mittlere Lufttemperatur im Januar 4,5 °C, im Juli 20,9 °C;
das Jahresmittel liegt bei 12,1 °C.
Subtropische Vegetation. Rovinj hat zwei Häfen: einen offeneren
im Norden und einen kleineren, viel geschützter gelegenen im
Süden. Nördlich von der Altstadt liegt die Bucht Valdibora
(Sjeverna luka - Nordhafen), und im Süden die Buchten JuZna luka
(Südhafen) und Veptar. Die Häfen sind gut vor Bora und Südwind
geschützt, jedoch dem West- und Südwestwind ausgesetzt.
Der Küste sind zahlreiche kleinere und größere Inseln
und Felsbänke vorgelagert: Figarola (Figarola vela), Figarolica
(Figarola mala), Sveta Katarina, Banjole, die Doppelinsel Crveni otok
(Sveti Andrija und Mapkin), Samer, Sveti Ivan, Sveti Ivan na puCini,
Sturag, Pulari, Piruzi, Dvije sestrice, Montauro, Skolj magaraca (Eselsinsel)
u.a.
Ankerplätze für größere Schiffe: 500 m nordwestlich
und 300 m südwestlich von der Insel Sveta Katarina sowie 600
m südöstlich von der kleinen Insel Banjola. Am Kai des Nordhafens
können Schiffe mit einem Tiefgang bis zu 5 m anlegen (Kraftstoffversorgung);
eine Boje vor dem Ufer dient zum Festmachen größerer Schiffe
(Meerestiefe 20–24 m). Der Südhafen ist durch einen Wellenbrecher
geschützt. Schiffe mit bis zu 5,5 m Tiefgang können an seiner
Außenseite, Schiffe mit bis zu 3 m Tiefgang an seiner Innenseite
festmachen; den Besitzern von Booten und kleineren Jachten stehen
Anlegeplätze am Kai zur Verfügung. In Rovinj befindet sich
auch das Ozeanographische Institut “RuDer BoSkoviC”.
Rovinj ist einer der bestentwickelten Fremdenverkehrsorte Kroatiens.
Das reichhaltige touristische Angebot, das malerische Ambiente der
Altstadt sowie die üppigen Kiefernwälder in der Umgebung
(Zlatni rt ist ein Waldpark und die Inseln und Küste Rovinjs
wurden zur geschützten Landschaft erklärt) ziehen zahlreiche
Gäste an. Die Dampfschifflinie nach Triest (seit 1845) und die
Bahnlinie nach Wien (1876) haben den Aufschwung des Tourismus ermöglicht.1896
gab es bereits den Seebad Val di Leone und mehrere Herbergen (Alla
città di Trieste, Al Miramar, Alla porta antica und Al vecchio
albergo). Als offizieller Beginn des Tourismus in Rovinj gilt das
Jahr 1888, als das klimatische Kurbad Maria Theresia in der Stadt
eröffnet wurde. Gegründet wurde diese älteste Einrichtung
dieser Art an der kroatischen Küste von der Wiener Gesellschaft
zur Förderung und Entwicklung von Seebädern und Heimen für
bedürftige Kinder, Skrofulose- und Rachitispatienten. Der Kurort
wurde von Kindern aus ganz Österreich-Ungarn und aus anderen
Ländern besucht. Es folgte der Bau des Hotels “Jadran”
(heute Centar), das vor dem 1. Weltkrieg vom Bauunternehmen der Rovinjer
Hotels errichtet wurde, weil immer mehr Touristen und Prominente ihren
Urlaub in Rovinj verbringen wollten. Der polnische Graf Ignaz-Karol
Korwin Milewsky kaufte 1905 die kleine Insel Sveta Katarina, bewaldete
sie und ließ hier zwei Schlösser bauen. 1890 kauft Baron
Georg von Hüterodt die Insel Sveti Andrija und baut das ehemalige
Kloster zu einem Hotel um; die Insel wird zum beliebten Sommerferienort
zahlreicher österreichischer und ungarischer Gäste (Gedenkbuch
Cissa-Insel). In der Zwischenkriegszeit kommt es vorläufig zum
Stillstand. Nach dem Krieg werden viele verlassene Gebäude zu
gewerkschaftlichen Ferienheimen umgebaut und seit 1947 verbringen
viele Kinder aus Zagreb ihre Ferien auf der Insel Sveta Katarina.
Zu einem Wendepunkt im Rovinjer Tourismus kommt es 1959, als das Trinkwasserproblem
mit dem Anschluß an die Istrische Wasserleitung aus Buzet gelöst
wird.
Die Riviera von Rovinj ist durch zahlreiche Hotels, Feriensiedlungen,
Campingplätze und Jachthäfen sowie verschiedene gastgewerbliche
Einrichtungen und das Unterhaltungszentrum “Monvi” gut
erschlossen. In den Räumen des Unternehmens “Jadranturist”
werden täglich Unterhaltung und Freizeitgestaltung geboten –
dazu gehören u. a. Morgengymnastik, Aerobic, Tischtennis, Kinderprogramm,
Gesellschaftsspiele, Spaziergänge mit Besichtigung der Stadt,
der Museen, des Aquariums, des Waldparks Zlatni rt – Punta Corrente,
Schach, Tanzschule, Spiele am Pool. Am Abend können die Gäste
an der Tombola teilnehmen. An den sogenannten “süßen
Nächten”, werden neben Tanz auch Kuchen und Champagner
geboten. Lustig geht es auch bei den Miss- und Misterwahlen sowie
an den Tanzabenden zu.
Veranstaltungen: Der Grand Prix von Rovinj – internationales
Radrennen (Februar), an der Riviera von Istrien – ATP Tennis-Turnier
(April), die Regatta Rovinj-Pesaro-Rovinj (Mai), Modri biser –
Internationales Festival junger Schlagersänger (Juli), Grisia
– Gemäldeausstellung im Freien (August) – entlang
der bekanntesten Straße der Altstadt stellen viele europäische
und kroatische Künstler ihre Werke aus, das Rovinj-Fest (August),
St. Euphemia (16. September), der Tag der Schutzheiligen der Stadt
Rovinj mit einem reichen gastronomischen Angebot, viel Unterhaltung
und einem Feuerwerk.
Sport und Freizeit nehmen einen bedeutenden Platz im touristischen
Angebot Rovinjs ein. Veranstaltet werden Wettkämpfe, Turniere,
Sportkurse (Tennis, Tauchen, Windsurfen u.a.) und Trainingslager.
Sportplätze und Ausrüstung kann man mieten, oder das eigene
Equipment instandhalten. Den Gästen stehen Fußball-, Basketball-,
Handball- und Volleyballplätze, eine Mehrzweck-Sporthalle, eine
Kegelbahn mit acht Bahnen, ein Freibad (mit großem Becken) und
ein Hallenbad für Schwimmsport und Wasserball, Fitness-Hallen,
Trimmpfade und Radfahrwege zur Verfügung. Von sonstigen Wassersportarten
sind Segeln, Rudern, Surfing und Wasserski besonders beliebt.
Der Jachthafen ACI Rovinj verfügt über 420 Liegeplätze
im Meer und 100 Stellplätze an Land für Boote von 4 bis
13 m Länge.
Und hier können
Sie sich das neueste Exemplar der Adria-Zeitung ansehen.
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